Fast hat es den Anschein, als würde Benno schmunzeln. Und tatsächlich geht es ihm nach der Kastration am Donnerstag schon wieder ganz gut. Gestern aber musste er noch einen Tag in seinem Stall ausharren. Heute darf er wieder an die frische Luft zu den beiden Damen.
Fast hat es den Anschein, als würde Benno schmunzeln. Und tatsächlich geht es ihm nach der Kastration am Donnerstag schon wieder ganz gut. Gestern aber musste er noch einen Tag in seinem Stall ausharren. Heute darf er wieder an die frische Luft zu den beiden Damen. TZ/Jack

Benno lacht schon wieder

Torgau. Jetzt ist es endgültig. Bär Benno kann und wird keine kleinen Petze zeugen. Während der Kastration am Donnerstag wurden dem zwei Jahre alten Bären die Hoden entfernt.

„Seinen tierischen Trieb verliert er dadurch nicht. Er kann und wird die Damen noch beglücken, jedoch schießt er jetzt nur noch mit Platzpatronen“, erklärt Bärenpflegerin Gabriele Mierau mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht. Beide Pflegerinnen unterstützten Tierarzt Dr. Frank Seifert am Donnerstag bei der Operation, wachten über Benno, begutachteten in regelmäßigen Abständen seinen Zustand. Gegen die Narkose habe er sich ein wenig gewehrt. „Aber Dr. Seifert hat das ganz behutsam und schrittweise umgesetzt. Es war eine tolle Zusammenarbeit mit ihm“, schätzt Angela Mierau-Fausack ein und verweist noch einmal auf die Jahrzehnte, in denen der Beilroder Tierarzt bereits für die Torgauer Petze da ist.

Gegen 10 Uhr am Donnerstag war es soweit. Benno erhielt die Narkose. Eine halbe Stunde später begann Dr. Seifert mit der Operation und war schon 45 Minuten danach fertig. Am Ende ist von der Kastration nur noch ein kleiner etwa vier Zentimeter langer Schnitt zu sehen. Nach der OP durfte Benno sich von den Strapazen erholen und erst einmal ausschlafen. Diese Zeit haben die beiden Bärenpflegerinnen genutzt, um von den Pfoten des Petzes Gipsabdrücke zu nehmen, die später vielleicht zu Gunsten der Bären vermarktet werden könnten.„Gegen 13 Uhr wurde er wach, war aber noch taumelig. Um 14 Uhr dann war er richtig munter“, erzählt Gabriele Mierau. Am Abend durfte Benno dann eine von Angela Mierau-Fausack mit viel Liebe gekochte vegetarische Kartoffelsuppe, Salat und einige Mandarinen genießen. Und gestern war er dann wieder voller Tatendrang. Da die Wunde aber noch ein wenig nachblutete, musste Benno in seinem Stall ausharren, was ihm natürlich nicht wirklich gefiel. „Aber es ist erst einmal sicherer so“, erklärten die Bärenpflegerinnen. Heute ist der Herr im Bärgengraben aber wieder an der frischen Luft.

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