Verliebt in die Torgauer Bären

Torgau/Chemnitz (towo/HL). Die Chemnitzer Familie Kurzbach weilte am 19. Juli zu einem Kurzbesuch in Torgau. Diese Tatsache scheint auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches zu sein. Erst auf den zweiten entdeckt der TOWO-Redakteur die schlummernde Geschichte.

Monika und Jürgen Kurzbach sind in Torgau keine Unbekannten. Ihre sogenannte „Bären-Hochzeit“ am 8. 8. 2008 machte Schlagzeilen. Die Eheleute hatten sich seinerzeit nicht nur in sich, sondern auch in die Torgauer Bären verliebt und am Bärengraben das Ja-Wort gegeben, den Bund fürs Leben geschlossen. Jürgen Kurzbach ist gebürtiger Torgauer, lebte bis zum Jahr 1965 in der Renaissancestadt. „Ich habe noch wache Erinnerungen an die Torgauer Bären, als die Jungen in einem extra Käfig auf dem Schlosshof ausgestellt waren“, erklärt Jürgen Kurzbach. „Da war immer viel Trubel. Einmal wollte ich die Bären als Neunjähriger mit dem Essengeld vom Schulhort füttern“, erinnert er sich mit einem Schmunzeln. Seiner Ehefrau Monika erzählte er von den Torgauer Bären.

„Bei einem Besuch am Bärengraben fing ich sofort Feuer für die drolligen Petze“, erinnert sie sich an die erste Begegnung. „Ich mag Bären und habe zu Hause viele Plüsch-Teddys unterschiedlicher Größen.“ Just an ihrem 50. Geburtstag am 19. Juli war Familie Kurzbach in Torgau und stattete der TOWO-Redaktionsstube mit ihrer neuesten Idee einen Besuch ab. Monika Kurzbach fertigt Bärentatzen aus Speckstein. „Wer Interesse an einem Anhänger hat, kann sich bei der Torgauer Wochenschau melden. Ich möchte kein Geld dafür haben, aber ein kleiner Obolus für die Bärenstiftung wäre schön. Das liegt im Ermessen der Interessenten.“

Mit handwerklichem Geschick und Detailversessenheit fertigt Monika Kurzbach verschiedene Bärentatzen, welche sich hervorragend als Kettenanhänger eignen. „Jede Tatze ist anders. Mir ist wichtig, Unikate zu schaffen, keine Massenware.“ Mit Säge und Feile rückt sie dem Speckstein verschiedener Farben zu Leibe, bearbeitet, feilt und fräst das Material, bis die Bärentatzen fertig sind. „Weil ich mich mit den Torgauer Bären in besonderer Weise verbunden fühle, habe ich überlegt, was ich machen kann, und bin auf die Idee gekommen Anhänger und Bärentatzen aus Speckstein zu machen.“ Mit einem Lederband sind die Anhänger eine Zier und ein zeitloses Schmuckstück.

Eine Auswahl ihrer Arbeit hat sie bei der Torgauer Wochenschau hinterlassen, wo sie Interessierte in Augenschein nehmen können. Aber Monika Kurzbach arbeitet auch auf Auftrag.
Die TOWO kann bei Bedarf den Kontakt zu Familie Kurzbach herstellen.

„Wir würden sofort nach Torgau ziehen, wenn meine Frau hier eine Arbeit finden würde“, seufzt Jürgen Kurzbach abschließend.

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