Die goldene Bärentatze

Dietmar Schroetel hatte eine goldene Idee und verleiht eine spezielle Anerkennung

(SWB/rg). Anlässlich seines 111. Firmenjubiläums suchte der Torgauer Goldschmiedemeister nach einer besonderen Idee für diesen Anlass. Im Jahr 2007 wurden zahlreiche Aktivitäten zur Erhaltung der Torgauer Bären ins Leben gerufen. Was lag also näher, als zu diesem Ereignis etwas zu kreieren. Schließlich hatte schon ein Torgauer Bäcker die Bärentatzen im Angebot. Für einen Goldschmiedemeister kommt nur etwas aus edlem Metall in Frage. So entstand langsam der Entwurf einer Bärentatze aus 750er-Feingold und die Idee, sie an verdiente Menschen, die sich ganz besonders für die Bären einsetzen, zu verleihen. Aber wie sieht eine typische Bärentatze aus, die als Vorlage dienen konnte.

Also schlug Dietmar Schroetel in einschlägiger Fachliteratur nach und fertigte verschiedene Modelle an. Diese Rohentwürfe wurden in 750-Goldblech ziseliert, weil es sich für diese Goldschmiedearbeit am besten eignet. Jede Bärentatze ist ein Unikat, weil auf einer Bleiplatte mit verschiedenen Punzen das Gold in Form getrieben wird. Mit mehreren Modellen ging Dietmar Schroetel zu den Torgauer Bärenbetreuerinnen und bat um ihr Fachurteil. Schließlich wurde ein Entwurf für würdig befunden, der nun die Grundlage für alle weiteren goldenen Bärentatzen sein wird. Trotzdem bleibt jedes Stück ein Unikat, da es immer wieder einzeln angefertigt wird. Auf der Rückseite des Reverssteckers befinden sich die Angaben der Ausfertigung, des Jahres der Verleihung, der Goldstempel und das Firmenzeichen der Goldschmiede Schroetel.

Damit hat Dietmar Schroetel einen repräsentativen Beitrag für den Erhalt des Torgauer Bärengrabens mit seinen zurzeit zwei Bewohnerinnen, Jette und Quistel, geschaffen. Erster Empfänger dieser Auszeichnung war Stifungsgründer der Torgauer Bärenstiftung, Verleger Benno Kittler. In diesem Jahr wird die Ausfertigung Nr. 2 der goldene Bärentatze am 28. März anlässlich des Festes „Torgau blüht auf“ verliehen.

Fotos: R. Gosemann

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