1. Spatenstich für Sanierung des Schlossflügels E und des Bärengeheges

Torgau/Nordsachsen (TZ/seb). Die Sanierung des Schlossflügels E hat offiziell begonnen. Gemeinsam setzten Torgaus Oberbürgermeisterin Andrea Staude, Nordsachsens Landrat Michael Czupalla und der verantwortliche Architekt Michael Klose im Rosengarten den symbolischen ersten Spatenstich. Die Sanierung des Flügels E ist Voraussetzung für die Sanierung des Bärengeheges.

Mehr Platz
Bis zum Jahr 2011 sollen rund 3,54 Millionen Euro in das Großvorhaben fließen. Geplant sind Sanierungsarbeiten am Dach und an der Fassade. Der Flügel soll nach Fertigstellung den Eingangsbereich zum Landratsamt beherbergen. Dazu kommen Büroräume und Platz für die aus den Nähten gehende Computertechnik der Behörde.

Mit dem Innenausbau werde Raum für die weitere Konzentration der Verwaltung im Schloss bereitgestellt, so der Landrat. Entstehen soll neben Bärenzwingern zudem ein Mehrzwecksaal. Der soll, so heißt es aus der Kreisbehörde, bei zukünftigen Ausstellungen im Schloss eine wichtige Rolle spielen. Was damit gemeint sein könnte, machte Landrat Czupalla in seiner Rede anlässlich des Spatenstichs deutlich. Torgau sei das politische Zentrum der Reformation gewesen. Gemeinsam mit der Stadt wolle er deshalb darum kämpfen, die Epoche der Reformation als Teil der Sächsischen Landesausstellung nach Torgau zu holen, „vielleicht sogar als Landesmuseum“, so der Landrat.

Gegenseitiger Dank
Dem Blick in die Zukunft war ein Blick zurück vorausgegangen. Czupalla hatte der Oberbürgermeisterin seinen Dank unter anderem für die schnell erteilte Baugenehmigung ausgesprochen und die vielfältigen Aktivitäten der Torgauer rund ums Schloss gewürdigt – von Initiativkreis bis Bärenstiftung. Im Gegenzug fand Andrea Staude lobende Worte für „die, die uns vergangenes Jahr angeheiratet wurden.“ Mit dem Schloss hätten die Verwaltung und die Kreisräte Nordsachsens eine enorme Aufgabe übergestülpt bekommen und dennoch nicht aufgegeben. Es sei beachtlich, dass ein großer Anteil der Gelder aus dem Konjunkturpaket, die für den Kreis vorgesehen waren, ins Schloss investiert werde. Damit sei ein solider Anfang gemacht, wies die Stadtchefin im nächsten Atemzug aber darauf hin, dass die Aufgaben rund ums Schloss noch lange nicht abgearbeitet seien. In Regie der Stadt steht beispielsweise noch die Sanierung des Bärengrabens an. „Ein Bekenntnis zur Erhaltung des Schlosses“, bezeichnete Architekt Michael Klose die begonnene Flügel-E-Sanierung. Dessen besondere Bedeutung habe schon immer darin bestanden, das Schloss über den Bärengraben hinweg zur Stadt zu öffnen. Von daher sei die Nutzung als Bürgerbüro geradezu symbolisch zu sehen.

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