Bärengeschichten in Arbeit

Torgau (TZ). Die Torgauer Tradition der Bärenhaltung gibt es bekanntlich bereits seit 1425. Ursprünglich von Friedrich dem Streitbaren zur Belustigung und Bereicherung des Speiseplanes ins Leben gerufen, wurde sie nach dem Wiener Kongress aufgegeben. Erst 1952 reichte der damalige Museumsleiter Markus eine Anfrage auf Wiederbesatz des Bärengrabens beim Leiter des Leipziger Zoos ein. Nachdem dieser beurteilt und für geeignet befunden wurde, durften 1953 die ersten vier Bären Moritz, Kuno, Quistel und Katja in die Gehege des Bärengrabens einziehen.

Die Pflege und Zucht übernahm das Hausmeisterehepaar Marta und Willi Siegert.Die damals jugendliche Antje Lahn, Enkelin des Siegert-Ehepaares, durfte bei der Aufzucht der ersten beiden nachgezüchteten Bären Julchen und Anton mithelfen.

Aus diesem Grund ist sie nun dabei, kurze Geschichten aus ihren Jahren mit den Torgauer Bären aufzuschreiben, um sie in einem Buch zu veröffentlichen. Die derzeit etwa fünf Anekdoten sollen auch durch die Erlebnisse weiterer mit den Tieren vertrauter Personen ergänzt werden. Geschichtliche Fakten spielen eher eine hintergründige Rolle, werden aber mit einfließen. Das Ziel der Veröffentlichung ist vor allem die Erinnerung an das Engagement ihrer Großeltern und das Aufmerksammachen auf diese besondere Torgauer Tradition. „Touristen, aber auch Torgauer sind immer wieder sehr interessiert an Geschichten über die Bären“ , weiß Antje Lahn. Die Nachfrage wäre also de facto gegeben. Was bleibt ist die Suche nach einem Sponsor...
Da Antje Lahn momentan noch an dem Buch arbeitet, ist es noch nicht möglich, einen genauen Erscheinungstermin nennen. Klappt alles wie geplant, könnte es jedoch schon im Herbst beziehungsweise Winter dieses Jahres in die Regale kommen.

TZ-Praktikant Falk Gläser

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