Es wird weiter in den Bärengraben investiert

Landrat will finanzielle Mittel beschaffen

Herr Landrat, Sie führen den Landkreis Nordsachsen mit gut 1200 menschlichen Mitarbeitern. Wie fiel Ihre erste Reaktion aus, als Sie erfuhren, dass Sie auch der Chef der drei tierischen „Mitarbeiter“ im Schlossgraben sind?
Ich musste nicht erst Landrat des Landkreises Nordsachsen werden, um von den „tierischen Mitarbeitern“ zu hören. Genauso wie Torgau als Stadt der Renaissance, die im 16. Jahrhundert das politische Zentrum in Sachsen und der Reformation war, mit seinem Schloss Hartenfels weltweit ein Begriff ist, gehören die Bären einfach dazu, sie sind bekannt und Teil dieser Stadt. Aus diesem Grund waren mir die schnellen Gespräche mit der Bürgermeisterin, Frau Staude, und den Vertretern der Bärenstiftung, allen voran Herrn Kittler, sehr wichtig, ich habe mich darüber gefreut.

In und um Torgau wird Quistel, Maja und Jette ein hohes Maß an Zuneigung entgegengebracht. Wie weit geht Ihr Verständnis für die Torgauer „Bärenliebe“?
Ich verstehe mich als ein Mensch, der Tiere liebt und ihnen Respekt entgegen- bringt. Es wird weiter in die Torgauer Bären und den Bärengraben investiert.
Ich freue mich immer wieder, wenn die zahlreichen Besucher der Stadt den Bären zuschauen. Beispielsweise waren vor geraumer Zeit zwei Marathonläufer aus Kenia zu Besuch, sie waren sehr begeistert von den Bären. Es ist natürlich eine große Herausforderung, die finanziellen Mittel zu beschaffen, die für die Bären und den Graben notwendig sind. Doch ich glaube, hier sind wir auf einem guten Weg und viele beteiligen sich an der Bewältigung dieser großen Aufgabe.

Ihr Engagement für oder gegen die Zukunft der Bärenhaltung in Torgau wird hier in der Region sehr aufmerksam regis-triert. Was können wir bei der Beantwortung dieser sensiblen Frage von Ihnen künftig erwarten?
Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen. Ich bin ganz klar für den Erhalt der Bären in Torgau. Natürlich sind mir auch die kritischen Stimmen bekannt. Ich meine, dass es den Bären in Torgau sehr gut geht und eine tiergerechte Haltung garantiert ist. Hierbei erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Verein. Natürlich kann man einen Lebensraum wie in der Natur nicht bieten, doch dann dürfte es auch keine Zoologischen Gärten geben.

Gespräch: E. Baumbach

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