200 Euro für die Torgauer Bären

Torgau. Firmen, Privatpersonen und Vereine ergriffen in den letzten Monaten die Initiative, um Geld zum Erhalt der Torgauer Bären zu sammeln. Vor wenigen Wochen wurde die Torgauer Bärenstiftung ins Leben gerufen. Der SC Hartenfels Torgau 04 hat bei den Sportvereinen einmal mehr eine Vorreiterrolle inne und das erste Geld für die Torgauer Petze gesammelt. Die Torgauer Zeitung sprach mit Michael Stamm, Geschäftsstellenleiter beim SC Hartenfels Torgau 04.

TZ: Welche Erinnerungen haben Sie persönlich an den Torgauer Bärengraben?
Michael Stamm: Ich war, als meine Kinder klein waren, regelmäßig am Bärengraben, besonders, als die Bären Junge hatten. Torgau und die Bären gehören für mich zusammen. Auch mit Bekannten, die uns besucht haben, waren wir immer am Bärengraben. Ich kann mich auch daran erinnern, zu DDR-Zeiten mit meiner damaligen Firma die Wasserbecken saniert zu haben.

Hat der SC Hartenfels, weil das Torgauer Maskottchen in aller Munde ist, plötzlich sein Herz für die Torgauer Bären entdeckt?
So würde ich das nicht formulieren. Ich habe mir schon vor dem Flutlichtspiel gegen Beilrode am 27. Oktober Gedanken gemacht, etwas für die Bären unternehmen zu wollen. Der Vorstand war sofort Feuer und Flamme: Wir haben uns dann bei einer Präsidiumssitzung ausgetauscht und beschlossen, anlässlich des Flutlichtspiels gegen den SV Süptitz 50 Cent pro verkaufter Eintrittskarte für die Bären zu spenden. Übrigens gab es deswegen keine Erhöhung der Eintrittspreise.

Hartenfels und die Bären gehören also zusammen?
Wir sind ein Verein aus Torgau. Genau wie für uns Prestige und Image wichtig sind, spielen die Bären für Torgau in Sachen Tourismus eine große Rolle. Der Bärengraben war immer eine Attraktion für die Stadt. Dabei soll es bleiben. Die Sanierung ist bitternötig.

Welche Summe ist letztendlich zusammen gekommen?
Wir haben die Zuschauerzahl von 378 Zahlenden auf 400 aufgerundet, sodass wir 200 Euro übergeben können.

Sind zukünftig noch mehr Aktionen zugunsten der Bären geplant?
Das wird sicherlich nicht die letzte Aktion gewesen sein. Ich kann aber noch nicht konkret sagen, im welchen Rahmen wir wieder für die Bären sammeln.

Gespräch: Henrik Landschreiber

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